Altona

Historisches

Stadtteil der Gegensätze: Wo sonst in Hamburg leben arm und reich, schwarz und weiß, Pastor und Immam so eng beieinander wie im kunterbunten Multi-Kulti zwischen Elbchaussee und Gaswerk, Reeperbahn und Treppenviertel.

Liebhaber von Jugendstil und Kopfsteinpflaster kommen hier genau so auf ihre Kosten wie der ortsunkundige Autofahrer Stoff für seine Alpträume findet. Bekommst du Besuch, an dem dir was liegt, lass ihn S- Bahn fahren, riet mir mal ein Freund. Nirgendwo in der ganzen Stadt kann man sich schöner verfahren als in Ottensen oder Altona Altstadt. Daran haben Generationen von Städteplanern seit dem ausgehenden Mittelalter gearbeitet.

Mitte des 18. Jahrhunderts sah es in Altona so aus:

Der heutige Bahnhof liegt heute etwa in der oberen linken Ecke der Karte an der Max-Brauer-Allee, deren Name an Hamburgs ersten Nachkriegsbürgermeister erinnert. Die hübsche kleine Seitenstraße, in der der Autor wohnt, war damals nicht mal in in Planung, geschweige denn, dass es sie schon gab.

Weiter nach Westen schließen sich die Elbvororte an. Die Reihe von Othmarschen über Neumühlen nach Blankenese findet ihren Abschluß an der schleswig-holsteinischen Grenze in Rissen.

Seit 1640 gehörte Altona zum dänischen Gesamtstaat und genoß zahlreiche Privilegien, die es zu einer starken Konkurrenz Hamburgs heranwachsen ließen. Erst durch den deutsch-dänischen Krieg 1864 fiel Altona zusammen mit Schleswig-Holstein an Preussen, blieb jedoch eigenständig. Erst 1937 fand Altona den Anschluss an Hamburg. Nicht etwa, dass irgendein Altonaer danach "ersucht" hätte, ganz im Gegenteil: Es wurde einfach verfügt durch das nationalsozialistische Groß-Hamburg-Gesetz.